Bismillahi-r-rahmani-r-rahim
As salamu alaikum
Liebe Schwestern
DERS vom 09.09.00
Der Frauen- Ders in der arabischen Moschee, Rötelstr. 86 in Zürich, findet jeweils montags ab 19.30 statt. Scheich Yousuf erteilt den Unterricht.
Der Monat Ramadan beginnt ca. am 27.11.00 an, inschallah.
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Liebe
ist das einzige, was nicht weniger wird,
wenn wir
es verschwenden.
Ricarda Huch
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Hadith
Abu Hurraira a.s., überlieferte:
Der Prophet Muhammad a.s.s, sagte:
„Allah reagiert mit wachsamer Sorge, und seine Sorge wird dadurch hervorgerufen, dass ein Gläubiger das begeht, was Allah ihm verwehrt.“
Al-Buchhari und Muslim
Die aus dem Hadith ziehende Lehre:
1. Wenn der Muslim eine Sünde absichtlich begeht,
wobei er genau weis, dass diese Tat von Allah ta`ala
verboten ist, das ist ein Zeichen dafür, dass er Allah, der Erhabenen, nicht
genug fürchtet.
2. Abscheu, die verbotenen Dinge zu begehen, denn
sie führen zum Zorn Allahs, der Erhabenen.
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Im Qur`an:
Sura Al-`Imran (Das Haus `Imran) Aya 104:
Und unter euch soll eine Umma sein, die zum Guten einlädt, zum Gebilligten aufruft und vom Missbilligten abrät. Und diese sind die wirklichen Erfolgreichen.
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Der Prophet Muhammad a.s.s. als Befehlshaber
Kapitel 1
Der Prophet universaler Barmherzigkeit
Allah ta`ala erschuf die Welt, in dem sich Seine Namen manifestieren. Zuallererst stellt Er Sich als den Allerbarmer (Ar-Rahman), den Barmherzigen (Ar-Rahim) vor. Muslime sagen zu Beginn einer jeden guten Handlung: Im Namen Allahs, des Allderbarmers, des Barmherzigen oder Bismillahi-r-rahmani-r-rahim. Das Dasein der Welt ist ebenfalls mittels des Namens „Ar-Rahim“. Dieser Name manifestiert sich als Erstes als der Allversorger, damit das Sein oder Überleben der lebenden Geschöpfe durch Nahrung gesichert wird. Darüber hinaus ist das Leben die vorderste und offenkundigste Sendung Allahs, des Allmächtigen, und das wahre immerwährende Leben ist das Leben im al-akhira (Jenseits). Weil der Mensch dieses Legen mittels Handlungen, die Allah zufrieden stellen, verdienen kann, sandte Allah Propheten und Offengarungsschriften aus Seiner Barmherzigkeit gegenüber der Menschheit.
Aus diesem Grund beginnt Er bei der Erwähnung Seiner Sengung für die Menschen im Qur`an Sura 55; Ar-Rahman Aya 1-4:
Der Allerbarmer (1) hat den Qur`an Gelehrt (2) Er hat den Menschen geschaffen (3) Er hat ihm klare Rede gegeben (4).
Alle Aspekte dieses Lebens sind eine Prüfung für das Leben nach dem Tode, und jedes Geschöpf ist damit beschäftigt, dafür zu handeln. Im jedem Bemühen wird eine Anordnung sichtbar, und in jeder Ausführung wohnt Mitgefühl. Einige “natürliche“ Ereignisse oder soziale Erschütterungen in der menschlichen Ordnung, in dem Menschen auf den ersten Blick unangenehm erscheinen, sollten nicht als unvereinbar mit dem Mitgefühl angesehen werden. Sie sind wie dunkle Wolken oder Donner und Blitz, die uns die gute Nachricht vom Regen bringt – auch wenn sie den Menschen in Furcht versetzen. Das gesamte Universum, von den winzigsten Partikeln bis hin zu gigantischen Galaxien, singt somit den Lobpreis für den Allerbarmer, das heisst „Alles Erschaffene“ macht Sikr, alhamdulillah.
Das Universum ist in der Sprache der muslimischen Weisen Allahs "erschaffene Buch", das SEINEM Attribut des Wollens entspringt. Ein Buch zu schreiben, das niemand verstehen kann, würde einen absurden Aufwand bedeuten, und Allah ist über eine derartige Sinnlosigkeit absolut erhaben. Deshalb erschuf Er Muhammad a.s.s. jemanden, der die Menschen in der Bedeutung des Universums unterwies. Zweitens lehrte Er den Menschen durch Muhammad a.s.s. im Qur'an Seine Anweisungen. Nur wenn der Mensch diesen Anweisungen entsprechend handelt, kann er ein ewiges Leben der Glückseligkeit erlangen. Der Qur'an stellt die endgültige und umfassende Form Göttlicher Religionen sowie der Prophet Muhammad a.s.s. die Verkörperung Göttlicher Barmherzigkeit, jemand, den Allah ta'ala nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten sandte.
Der Prophet Muhammad a.s.s. ist wie eine Quelle reinen Wassers im Herzen der Wüste oder wie eine Lichtquelle in der Finsternis, die das Universum umgibt. Wem diese Quelle zusagt, der kann von ihr so viel Wasser entnehmen, bis sein Durst gelöscht und er spirituell oder intellektuell, von allem Unreinen und von allem Schmutz gereinigt sowie vom Licht des Glaubens erleuchtet wird.
Barmherzigkeit war in den Händen des Propheten Muhammad a.s.s, der Allahs letzter Gesandter ist, wie ein magischer Schlüssel. Er öffnete mit diesem Schlüssel die Türen der Herzen, die so verhärtete und rostig waren, dass man sogar denken konnte, es sei unmöglich sie überhaupt noch zu öffnen, und leuchtete mit der Fackel des Glaubens in sie hinein.
Allahs Gesandter predigte den Islam, die Religion universaler Barmherzigkeit. Trotz alldem beschuldigen einige so genannte "Verfechter des Humanismus" den Islam, er sei "eine Religion des Sehwertes". Dies ist jedoch schwere Betrügerei. Sie meinen über ein getötetes Tier irgendwo in der Welt ein Wehgeschrei veranstalten oder ihre Stimme erheben zu müssen, wenn jemanden von ihnen ein Leid zugefügt wird, aber sie zucken nicht mit den Wimpern, wenn andere massakriert werden. Ihre Welt ist aus persönlichen Interessen erbaut. Es muss darauf hingewiesen werden, dass der Missbrauch des Mitleidsgefühls so schädlich wie und manchmal sogar noch schädlicher als überhaupt kein Mitgefühl ist.
Es ist von äusserster Bedeutung, das Mass des Mitgefühls aufzuteilen und zu bestimmen, wer es verdient. "Mitgefühl einem Wolf gegenüber verstärkt dessen Appetit, und weil er nicht zufrieden ist mit dem, was er erhält, verlangt er sogar noch nach mehr." Mitgefühl für einen Rebellen macht diesen noch aggressiver und ermuntert ihn, anderen Unrecht zuzufügen. Mitgefühl fordert vielmehr, dass man davor bewahrt wird etwas Unrechtes zu tun. Allahs Gesandter a.s.s. sagt: "Hilf deinem Bruder, sei es nun Gerecht oder Ungerecht! Die Gefährten fragten: "Wie sollen wir unserem ungerechten Bruder helfen?" Er erwiderte: "Ihr helft ihm, indem ihr ihn davor bewahrt etwas Unrechtes zu tun." Mitgefühl macht es also auch erforderlich, dass diejenigen, die wie eine Schlange Vergnügen am Vergiften finden, ihres Giftes beraubt oder am Vergiften gehindert werden. Sonst wird die Administration der Welt ,,Kobras" überlassen werden.
Das Mitgefühl des Gesandten Allahs a.s.s. umfasst jedes Geschöpf. Ja, er war sogar ein unbesiegbarer Befehlshaber und fähiger Staatsmann. Er wusste, dass es gegenüber dem unterdrückten und ungerecht behandelnden Menschen eine Tyrannei schrecklichster Art bedeuten würde, die Welt blutbefleckten und blutdürstigen Leuten zu überlassen. Sein Mitgefühl erforderte es deshalb, dass Lämmer in der Lage sein sollten in absoluter Sicherheit vor Angriffen von Wölfen zu leben. Natürlich wünschte er sehnlichste die Rechtleitung aller Menschen. Dies war seine grösste Sorge, wie es im Qur'an heisst: *** So wirst du dich vielleicht doch aus Kummer über sie zu Tode grämen, wenn sie dieser Rede keinen Glauben schenken. *** Sura AI-Khaf (Die Höhle) Aya6
Aber was sollte er für jene tun, die beharrlich an ihrem Unglauben festhielten und sogar gegen ihn Krieg führten um ihn und seine Botschaft zu vernichten? Er musste aus seinem universalen Mitgefühl, das jedes Geschöpf einschliesst, gegen seine Feinde vorgehen. Auf Grund dieses Mitgefühls hielt er seine Hände zu Allah ta'ala geöffnet, als er in der Schlacht von Uhud schwer verwundet worden war, und betete: ,,0 Allah, vergib meinem Volk, denn sie wissen ja nicht." Buehhary, Anbija, Muslim, Dsehihad.
In Mekka führte ihm sein Volk jedes schreckliche Leid zu
und brachte ihn schliesslich dazu nach Medina
auszuwandern; dann kämpfte es gegen ihn noch fünf Jahre. Als er jedoch im
einundzwanzigsten Jahr seiner Prophetenschaft Mekka eingenommen hatte, fragte
er die mekkanischen Ungläubigen, die auf seine
Entscheidung über sie warteten: "Was erwartet ihr von mir, wie ich euch
behandeln werde?"
Einmütig antworteten sie: "Du bist ein Edler, der Sohn eines Edlen.“ Er verkündete ihnen seine Entscheidung:
" Ihr könnt gehen! An diesem Tag werden euch keine Vorwürfe gemacht werden. Möge Allah euch vergeben. ER ist der Barmherzigste der Barmherzigen. Ibn Hiseham, Ibn Katl1ir, AIBidaja.
Dasselbe gab achteinviertel Jahrhunderte später der siebente osmanische Sultan Mehmet, der Eroberer, den besiegten Byzantinern bekannt, als er Istanbul das damalige Konstantinopel erobert hatte. Derart ist das universale Mitgefühl des Islam.
Das Mitgefühl des Gesandten gegenüber den Gläubigen erreichte den höchsten Grad. Der Qur'an beschreibt sein Mitgefühl in der Sura 9 Al-Tauba (Die Reue) Aya 128 folgendermassen:
*** Wahrlich, ein Gesandter aus eurer Mitte ist zu euch
gekommen; es schmerzt ihn sehr, wenn ihr unter etwas leidet; er setzt sich
eifrig für euer Wohl ein; gegen die Gläubigen ist er mitleidig und barmherzig.
Er senkte seine Flügel seiner Gutherzigkeit durch Barmherzigkeit auf die Gläubigen (vgl. Sura 15, Aya 88, AI-Higr), und war der "Wächter" der Gläubigen und ihnen näher als sich selbst (vgl. Sura 33, Aya 6, AI-Ahzab (Die Verbündeten). Als einer seiner Gefährten gestorben war, fragte er diejenigen, die seinem Begräbnis beiwohnten, ob jener Gefährte eine nicht beglichene Schuld hinterlassen habe. Nachdem er erfahren hatte, dass er Schulden hinterlassen hatte, zitierte er den oben genannten Vers und verkündete:
Ich bin sein Wächter. Die Gläubigen sollen sich an mich
wenden um ihre Forderungen einzutreiben.
Muslim, Fara'iz, Buchhary, Istiqraz.
Das Mitgefühl des Gesandten Allahs schloss sogar die Heuchler und Ungläubigen mit ein. Obwohl er die Heuchler seiner Zeit erkannte, stellte er sie nie bloss, damit sie die Rechte der vollen Staatsbürgerschaft, auf die sie auf Grund ihres nach Aussen gezeigten Bekenntnisses und Praktizierens des Glaubens Anspruch hatten, geniessen konnten. Weil sie unter Muslimen lebten, konnte ihr Unglaube im ewigen Leben nach dem Tode vielleicht reduziert oder in Zweifel geändert werden, und deshalb konnten ihre Furcht vor dem Tod sowie die Qualen, die durch das Geltendmachen ewiger Nichtexistenz nach dem Tod hervorgerufen werden, verringert werden. Was die Ungläubigen betrifft, so hat Allah die kollektive Vernichtung von ihnen genommen. Zuvor
hatte ER viele Völker ausgerottet.
Allah sagt in Sura 8 AI-Anfal (Die Bente) Aya 33,
***Allah aber wollte sie nicht strafen, solange du unter ihnen warst, noch wollte Allah sie strafen, während sie um Vergebung baten. ***
Dieser Vers bezieht sich nicht nur auf die Ungläubigen der
Zeit des Gesandten Allahs, sondern auch auf diejenigen, die nach ihnen kommen.
Allah will Völker nicht insgesamt vernichten, solange noch Leute, die den
Gesandten a.s.s. folgen, in der Welt leben. Darüber hinaus hat ER "das Tor
der Reue" bis zum Tage des Gerichts offen gelassen. .Jeder kann den Islam
annehmen oder Allahs Vergebung erbitten, egal wie sündhaft er ist. Aus diesem
Grund äussert sich die Gegnerschaft der Muslime
gegenüber den Ungläubigen tatsächlich darin, dass sie sie bemitleiden. Als
Omar, der zweite Kalif, einen achtzigjährigen Priester sah, setzte er sich hin
und schluchzte. Als er nach dem Grund seines Schluchzens gefragt wurde,
entgegnete er: "Allah hat ihm eine so lange Zeitspanne zugeteilt, und
dennoch ist er nicht in der Lage gewesen den wahren Pfad zu finden.“
Omar, radija-llahu'anhu war ein Schüler des Gesandten Allahs, der sagte:
Ich wurde nicht als jemand gesandt, der Menschen
verfluchen soll, sondern ich wurde als eine Barmherzigkeit gesandt.
Muslim, Birr.
Weiterhin sagte er:
ich bin Muhammad und Ahmad (der Gepriesene) und Muqaffi (der letzte Prophet); Und ich bin auch Haschir (der Endgültige Prophet, in dessen Gegenwart die
Toten auferweckt werden); und der Prophet der Reue (der Prophet um
dessentwillen "das Tor" der Reue stets offen bleiben wird) sowie der
Prophet der Barmherzigkeit.
Ibn Hanbal, Muslim, Fada'il.
Fortsetzung folgt inschallah beim nächsten Treffen am 14. I 0.2000
(Mohammad F. Güllen)
Allahs schönste Namen
Allah
Ar-Rahman / Der Allerbarmer
Ar-Rahim / Der Barmherzige
Al-Malik / Der König
Al-Quddus / Der Einzigheilige
As-Salam / Der Friede und der Makellose
Al-Mu`min / Der die Sicherheit Verleihende
Erklärung von As - Salam
Diese Eigenschaft Allahs ist mit Seiner Eigenschaft im obigen Kapitel engverbunden. Nach dem Qur'an Sura AI-Hasr (Die Versammlung) Aya 23, ist Allah Selbst Der Friede und der Verleiher von Sicherheit.
Abdullah berichtete:
"Wenn wir hinter dem Propheten a.s.s, beteten, sagten wir: "As - Salam sei auf Allah." Da sagte der Prophet a.s.s: »Wahrlich, Allah Selbst ist As - Salam! Ihr sollt aber sagen: > At-Tahiyyatu-li-llahi wa-s-salawatu wa-t-taiyibat; as - salamu'alaika ai-yuha-n-nabiyyu wa.rahmatu-llahi wa-barakatuh, assalamu'alaina wa'ala'ibadi-llahi-s-salihin. Aschhadu alla ilaha illa-llah, wa aschhadu anna Muhammadan' abduhu wa-rasuluhu. <
Auf Deutsch: "Alle Ehrenbezeugungen, Gebete und gute Taten gebühren Allah. Der Friede sei auf dir, 0 Prophet, und die Barmherzigkeit Allahs und sein Segen. Der Friede sei auf uns und auf den rechtschaffenen Dienern Allahs. Ich bezeuge, dass kein Gott da ist ausser Allah und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.
Aus dem Begriff des Friedens und der Sicherheit ist der Begriff des Hingebens (aslama), der Name der Religion (Islam) und der Name des Friedensgrusses (Salam) der Muslime entstanden. Alhamdulillah.
Frauengruppe Laila (P.Ch. Gh.)