Bismillahi-r-rahmani-r-rahim
A salamu alaikum
DERS vom 10.02.01
Liebe Schwestern
Alhamdulillah dürfen
wir uns im Namen Allahs treffen. Es gibt islamische Länder in welchen man sich
nicht für islamische Zwecke treffen darf, ausser es
sei für ein ausgefallenes Fest. Während dieser kurzen Zeit wo wir zusammen
sind, und nur einmal im Monat, sollte möglichst etwas Kompaktes mitgeteilt
werden. Inschhallah treffen wir uns in Liebe zu Allah
und empfinden Liebe zu unseren Mitschwestern, und zu der Umma
allgemein.
In der Sura 49 Al hugurat (Die Gemächer) Ayat 10-12 und in der Sunna werden
wir aufgerufen zur Brüderlichkeit eine der besten Taten im Islam Allah näher zu
kommen.
Der Prophet Muhammad
a.s.s. fordert uns auf, die liebe der Muslime untereinander zu erhöhen durch
die Verbreitung von salam.
Abu Huffaira berichtete, dass der Prophet a.s.s. sagte:
"Ihr werdet
nicht ins Paradies eintreten bis ihr glaubt, und werdet nicht glauben bis ihr
einander liebt. Soll ich euch nicht zu etwas führen, welches die Liebe unter
euch erhöhen wird, wenn ihr es tut? Verbreitet As-Salam
untereinander. (Muslim und Buchhary)
As salam
Der Islamische Friedensgruss
Die grosse Bedeutung des islamischen Friedensgrusses
"Salam" wir oft nicht zur Kenntnis genommen. Vor allem in
nicht-muslimischen Ländern, wo Muslime eine Minderheit bilden wird der Friedensgruss nicht immer entsprechend seiner tatsächlichen
Bedeutung konsequent angewendet. Jedoch sollte man ernsthaft über diese
Angelegenheit nachdenken, schon wegen den muslimischen Kinder und Jugendlichen,
die in diesen Ländern geboren sind und dort aufwachsen. Sie sollten von Anfang
lernen sich zurück zu halten beim Kopieren bedeutungsloser modernen
nicht-islamischen Begrüssungsformen unter Muslimen.
Überall auf der Welt, wenn Muslime sich begegnen, begrüssen
sie sich mit 2Salam". So entsteht ein gemeinsames Gefühl der Sicherheit
und des Friedens schon bei der ersten Begegnung. Ungefragt sollen wir uns
freundlich und höflich verhalten und Gründlichkeit und Höflichkeit mindestens
in gleichen Massen erwidern. "salam" hört sich schöner an, als die
leider sooft kopierten Begrüssungsformen, wir
"Hallo",
"Morgen" ,"Tag" usw. der
Nicht-Muslime.
Der Gesandte Allahs
a.s.s. sagte:
"Wer ein Volk
imitiert, gehört zu ihm." (Abu Dawud)
"In der Zeit der
Dschahilijja (Vorislamische Zeit) grüssten wir
einander mit: Möge Allah deine Augen erfreuen! und Guten Morgen! als der Islam
kam, wurde uns dies untersagt." (Abu Dawud)
Al-salam ist ein Attribut Allahs, einer der neunundneunzig
Namen Allahs im Qur’an. Aus diesem begriff Al-Lalam wird auch Aslama (sich
Allah hingeben), der Name Islam sowie der Name des islamischen Friedensgrusses Salam abgeleitet. Demnach ist ein Muslim,
jemand der sich absolut und friedlich dem Willen Allahs hingibt.
Der Prophet
Muhammad a.s.s. als Befehlshaber
Kapitel 3 Fortsetzung
Die verschiedenen
Etappen des heiligen Einsatzes auf dem Wege Allahs
Nachdem der Gesandte
Allahs a.s.s. die erste Offenbarung, die Aufforderung Rezitiere!, erhalten hatte, kehrte er aufgeregt nach Hause zurück. Er
schlief eingehüllt in einem Umhang, "eingehüllt" durch das Leiden der
Menschen und die schwere seiner Verantwortung, als Gott ihr aufforderte:
***O du Eingehüllter!
Verbringe die Nacht stehend (im Gebet) bis auf einige Zeit davon, die Hälfte
von ihr, oder verringere sie einwenig, oder füge einwenig hinzu - und rezitiere
den Qur`an mit Tartil
(langsam und mit schöner Stimme) Fürwahr, Wir legen dir ein Wort auf, das
gewichtig ist.*** Sura 73 Al-Muzzammil
(Der Verhüllte) Ayat 1-5
Die kurze Zeitspanne
zwischen der ersten Offenbarung und dem Beginn des Verkündens der Botschaft an
andere - Eine Zeitspanne, die durch Verse wie oben gekennzeichnet war - Stellte
für den Gesandten Allahs eine Vorbereitungsphase dar. er musste sich auf die
Pflicht vorbereiten Allahs gewichtiges Wort, den Qur`an
zu übermitteln. Er sollte in der Nacht wachen und den Qur`an
metrisch rezitieren, denn die Nachtwache ist eine Zeit, zu der Eindrücke
stärker und Rezitationen durchdringender sind. Somit kam kurze Zeit, nachdem
Allahs Gesandter a.s.s. die Anweisungen erhalten hatte in der Nacht zu wachen,
die folgende Offenbarung zu ihm:
***O du bedeckter!
Erhebe dich und warne! Und verherrliche dein Herr! Und reinige deine Kleidung!
Und meide den Götzendienst! Und sei nicht wohltätig in Erwartung von
persönlichen Vorteilen! Und sei Standhaft um deines Herrn willen! *** Sura 74 Al-Muddassir (Der Bedeckte) Ayat 1-7
Durch diese
Offenbarung wurde der Prophet Muhammad a.s.s. aufgefordert, mit dem predigen
des Islam anzufangen. Er begann bei seinen engsten Verwandten, und nach der
Anweisung
***Und warne deine
nächsten Verwandten** Sura Al-Su`ara (der Dichter)
Aya 214
Umfasste sein Aufruf
auch seinen Stamm. Dem folgten öffentliche Predigten und, wie vorherzusehen
war, Reaktionen wie zum Beispiel Verspottungen, Drohungen, Folterungen und
Angebote verlockendster Art, sowie Boykotte.
in Mekka griff Allahs
Gesandter a.s.s. niemals zu Vergeltungsmassnahmen noch erlabte er sie. Denn der
Islam kam nicht um Unruhe zu stiften oder unter den Menschen Uneinigkeit
hervorzurufen. Er kam- mit den Worten von Amir Ibn Rabi',
dem muslimischen Abgesandten zum persischen Kommandanten im Krieg von Qadisija wahrend des Kalifats von 'Omar, um die Menschen
aus der Finsternis des Unglaubens zum Licht des Glaubens zu führen, sie von der
"Knechtschaft" zu befreien und sie zu Deinem Allahs zu machen sowie
sie aus der Grube der "Erde" zu den Hohen des Himmels zu erheben.
Darüber bedeutete ja wie früher bereits erwähnt, Islam wörtlich FRIEDE -
zunächst in der Innenwelt der Menschen selbst, um sie mit Allah, der Natur und
sich selbst auszusöhnen, und dann in der ganzen Welt und im Universum. Er sucht
stets nach Verbreitung in einer friedvollen Atmosphäre und enthält sich so weit
wie möglich der Anwendung von Gewalt. Der Islam lässt niemals Ungerechtigkeit
zu, in welcher Form auch immer, und verbietet strengstens Blutvergiessen.
1m Qur'an heisst es:
*** ... Wer einen
Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begannen oder Unheil im Lande
angerichtet hat, wie einer sein soll, wie einer sein soll der die ganze
Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhalt, soll sein, als hätte er die
ganze Menschheit am Leben erhalten.... *** Sura 5 Al-Maida
(Der Tisch) Aya 32
Weil der Islam kommt um
Ungerechtigkeit und Korruption auf Erden zu tilgen sowie die Erde mit den
Himmeln in Frieden und Harmonie zu "vereinen", strebt er danach, die
Menschen mit Weisheit und geziemender Ermahnung aufzurufen. Er greift nicht zur
Gewalt, bis jene, die das korrupte System, das sie auf Ungerechtigkeit,
Unterdrückung, Eigeninteresse und Ausbeutung anderer sowie auf widerrechtlicher
Aneignung ihrer Rechte errichtet haben, aufrechterhalten wollen, sich dem Islam
entgegenstellen um sein Predigen zu verhindern. Somit erlaubt der Islam die
Anwendung von Gewalt in den folgenden Fällen:
- Wenn Ungläubige oder
Polytheisten oder jene, die Unrohe und Korruption auf der Erde verbreiten,
Dem Predigen des Islam
Widerstand leisten und versucht, seinen Weg der Eroberung des Verstandes und
des Herzens der Menschen blockieren.
- Weil der Islam eine von
Allah offenbarte Religion ist, zielt er darauf, das Wohlergehen und die
Glückseligkeit der Menschen in beiden Welten sicher zustellen und hat deshalb
das Recht die Freiheit zu geniessen sich den Menschen
darzustellen.
- Für den Fall, dass ihm
Widerstand geleistet oder er behindert wird,
bietet er seinen Gegnern
drei Alternativen:
- a) Entweder nehmen sie
den Islam an oder
- b) sie erlauben sein
Predigen oder
- c) sie erkennen seine
Herrschaft an.
Für den Fall, dass sie
alle drei Alternativen ablehnen, erlaubt der Islam die Anwendung von Gewalt.
Allah hat SEINEM Gesandten
die Verwendung des "Schwertes" erst nach dessen Auswanderung nach
Medina und nach dessen dortigen Gründung eines unabhängigen Staates gestattet.
Diese Erlaubnis wurde erteilt, weil den Muslimen Unrecht zugefügt wurde. In der
Sura Al-Hadsch Aya 39 steht:
***Die Erlaubnis (sich zu
verteidigen), ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht
geschah- und Allah hat fürwahr die Macht, ihnen zu helfen. ***
Die Verse, die offenbart
wurden um diese Erlaubnis zum Ausdruck zu bringen, sind es wert, hier erwähnt
zu werden, damit die wahre Natur des Krieges im Islam sowie die Gründe, aus
denen er legalisiert wurde, verstanden werden können.
***Jenen, die schuldlos
aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sprachen: "Unser Herr
ist Allah." Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen
zurückgehalten hatte, so waren gewiss Klöstern, Kirchen, Synagogen und
Moscheen, in denen der Name Allahs oft genannt wird, niedergerissen worden. Und
Allah wird sicher dem beistehen, der Ihm beisteht. Allah ist fürwahr
Allmächtig, Erhaben. Jenen, die, wenn Wir ihnen auf Erden die Oberhand gegeben
haben, das Gebet verrichten und die Zakat zahlen und Gutes gebieten und Böses
verbieten, steht Allah bei. Und Allah bestimmt den Ausgang aller Dinge. ***
Sura Al-Hadsch
22 Ayat40-41
Aus den obigen Versen geht
eindeutig hervor, und die Geschichte hat es bezeugt -, dass der Islam Gewalt
anwendet um sich zu verteidigen und die Freiheit des Glaubens zu etablieren.
Unter der Herrschaft des Islam sind somit die Anhänger anderer Religionen -
Christen, Juden, Anhänger des Zoroastrismus, Hindus, usw. - frei, ihre Religion
ungehindert auszuüben. Es ist eine historische Tatsache, die sogar von
zahlreichen westlichen Schriftstellern anerkannt wurde, dass Christen und Juden
unter der Herrschaft des Islam die fruchtbarste und glücklichste Periode ihrer
Geschichte verlebt haben.
Da der Islam die von
Allah, dem Herrn der Welten, dem Allgerechten und dem Allerbarmer, offenbarte
wahre Religion ist, billigt er in keinem Winkel der Welt jemals irgendeine
Ungerechtigkeit. Darüber hinaus werden die rechtschaffenen Diener Allahs mit
der Aufgabe betraut, die Erde dem Gesetz Allahs zu unterwerfen, was absolute
Gerechtigkeit und Anbetung nur des einen Gottes erfordert. Im Qur'an steht in
Sura 21 Al-Anbiya' (Die Propheten) Ayal05
***Und Wir haben bereits
nach der Ermahnung in dem Zabur (Psalmen - Schriften)
geschrieben, dass Meine gerechten Diener die Erde erben werden. ***
Sie werden weiterhin
verpflichtet zu kämpfen, bis Verfolgung sowie Anbetung falscher Gatter und
Gehorsam ihnen gegenüber und Tyranneien ein ende finden. Aus diesem Grund weist
der Islam seine Anhänger an, sich für die Sache der Schwachen und Unterdrückten
der Menschen in der Welt einzusetzen:
***0 du Prophet! Sporne
die Gläubigen zum Kampf an! Wenn sich unter euch zwanzig Standhafte befinden,
werden sie Zweihundert besiegen. Und wenn sich unter euch einhundert befinden,
werden sie Tausend von denjenigen, die nicht glauben, besiegen, denn sie sind
ein Volk, das nicht begreift. ***
Sura 8 Al-AnfaI
(Die Beute) Aya 65
Um einen derartigen Rang
zu erreichen, müssen der Glaube eines Muslim und sein Vertrauen in
Allah ta'ala sehr stark sein. Ferner muss der Muslim
sein Bestes tun um sich von Sünden fernzuhalten. [man (Glaube) und Taqwa
(Gottesfurcht) sind zwei unzerbrechliche "Waffen" eines Muslim,
seine zwei Quellen unerschöpflicher Kraft:
***Und verliert nicht den
Mut und seid nicht traurig! Und ihr seid die Obsiegenden, wenn ihr gläubig
seid. ***
Neben der moralischen
Stärke, die einem gesunden Iman und solider Taqwa entspringt, müssen sich
Gläubige auch mit hoch entwickelten Waffen ausrüsten. Gewaltanwendung hat einen
bedeutenden Stellenwert beim Erlangen eines erstrebten Ergebnisses. Deshalb
dürfen Gläubige ihr nicht gleichgültig gegenüberstehen. Vielmehr müssen sie in
Wissenschaft und Technik noch mehr Fortschritte als die Unwissenden machen,
damit sie auf diese Weise den Ungläubigen gar nicht erst die Möglichkeit geben,
"Gewalt" um deren selbstsüchtigen Vorteil willen anzuwenden. Der
Islam lehrt "Recht ist Macht"; um also zu verhindern, dass die Macht
zum Recht in die Händen der Ungläubigen und Unterdrücker wird, müssen die
Gläubigen mächtiger als andere sein. Der Qur'an sagt hierzu ausdrücklich:
***80 rüstet gegen sie,
soviel ihr vermögt an Mann und Pferd, um Allahs Feinde abzuschrecken und
euren Feind und andere ausser ihnen, die ihr nicht
kennt, Allah aber kennt. Und was ihr auch spendet auf Allahs Weg, Er wird es
euch erstatten. Und es soll euch kein Unrecht geschehen. ***
Sura 8 Al-Aufal
(Die Beute) Aya60
Sie müssen Wissenschaft
und Technik mit Glauben und guter Moral verbinden und sie im
Dienste der Menschheit zum Einsatz bringen. Denn wie zu Beginn des Kapitels
erläutert, erfordert es der Glaube an Allah, den Menschen zu dienen, und je
fester jemand im Glauben an Allah ist, desto intensiver kümmert er sich um die
Geschöpfe. Wenn Muslime diese Stufe erreichen, dann gilt:
*** ... und Allah wird den
Ungläubigen gegen die Gläubigen keinen Weg bereiten.***
Sura 4 AI-Nisa
(Die Frauen) Aya 141
Sonst wird eintreten was
der Prophet Muhammad a.s.s. vorausgesagt hat:
Die Kräfte des
Unglaubens werden vereint sein, um einen gemeinsamen Angriff gegen euch zu
unternehmen. Sie werden euch den Bissen aus eurem Mund reissen
und euren Tisch plündern. (Abu
Dawud, Ibn Hanbal)
Als Allahs Gesandter
a.s.s. in der Wüste von Arabien auserkoren wurde, ähnelten die Leute den
zerstreuten Perlen eines Tesbih. Sie waren der Wichtigkeit des Gehorsams und
den Vorzügen eines kollektiven Lebens nicht bewusst. Der Prophet Muhammad
a.s.s. pflanzte ihnen das Gefühl des Gehorsam gegenüber Allah, SEINEM Gesandten
und ihren führenden Persönlichkeiten - und verwandte den Islam als ein unzerreissbares Seil, um sie zu einen:
***0 ihr, die ihr glaubt!
Gehorcht Allah ungehorcht dem Gesandten und denen, die Befehl unter euch haben.
Und wenn ihr in etwas uneins seid, so bringt es vor Allah und den Gesandten,
sofern ihr an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag. Das ist das Beste und führt
zum Besten. ***
Sura 4 AI-Nisa
(Die Frauen) Aya 59
Fortsetzung folgt
inschallah.
Muhammad F. Güllen
Bismillahi-r-rahmani-r-rahim, möge Allah ta'ala uns
helfen unser Leben In Glauben und Ehrfurcht zu DlR zu
gestalten. Amin
Unser nächstes Treffen findet
inschallah am 10.03.01 an der Industriestrasse 11 in Näfels statt.
Am 5. März ist Id-ul-Adha (Opferfest) inschallah. Allahs Segen.
Alhamdulillahi-Rabbi-alamin-wa-rahmatullah wa barakathu
Frauengruppe Laila, P.Ch.Ghorab